Interkulturell

Ein Leitziel unserer Einrichtung ist, Kinder mit Migrationshintergrund bereits in der Elementarerziehung optimal zu fördern sowie deren Eltern und Familien zu begleiten und durch eine sensible und vertrauensvolle Elternarbeit zu einer gelingenden Integration beizutragen.

interkulturell01Das Selbstverständnis für die Vielfalt der unterschiedlichsten Kulturen jeder einzelnen Familie soll entwickelt und gestärkt werden. Dieses ist für uns die Voraussetzung eines wertschätzendes interkulturell geöffnetes Familienzentrum. Wir versuchen, Interessen und unterschiedliche Bedürfnisse der Familien zu bündeln und als Vermittler und Organisatoren zu fungieren.

Durch verschiedene Teamfortbildungen erweitern wir regelmäßig die eigenen Kompetenzen und fokussieren den Blickwinkel auf Familien mit Zuwanderungsgeschichte. Durch das erworbene, fundierte Wissen werden Hintergründe sichtbar gemacht, welche im Praxisalltag für die pädagogische Arbeit in den Familien nutzbar gemacht werden können und Nachhaltigkeit sichern.

Die einzelnen Bausteine unseres Konzeptes für die Interkulturelle Öffnung unseres Familienzentrums sind folgende:

Mehrsprachiger Willkommensgruß

Damit sich jede Familie von Beginn an in unserem Familienzentrum angenommen und ernst genommen fühlt, hängt im Eingangsbereich ein Willkommensgruß in der jeweiligen Landessprache

Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt

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Seit mehreren Jahren arbeiten wir bei Bedarf mit dem Jugendmigrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt zusammen. Die Mitarbeiter der AWO begleiten die Familien oft schon, bevor sie zu uns in die Einrichtung kommen, sie nehmen an Elterngesprächen teil und fungieren, bedingt durch das bestehende Vertrauensverhältnis, als Vermittler und Ansprechpartner bei Verständnisschwierigkeiten und Konflikten.

Unterschiedliche Religionen

In unserem Familienzentrum treffen Kinder mit den unterschiedlichsten religiösen Glauben aufeinander. Muslimische, katholische, jüdische, konfessionslose, evangelische Familien bereichern unseren Kindergartenalltag, wir begegnen ihnen mit einem respektvollen Verständnis und einem achtungsvollen Miteinander. Unser Ziel ist, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Familien anderer Religionen ernst und wahrgenommen fühlen. Unabhängig ihrer Herkunft, Kultur und Religion sind wir allen Familien gegenüber offen und schaffen so einen Ort der lebendigen Begegnung. Dieses spiegelt sich in unserem pädagogischen Praxisalltag wieder.

Wir machen die kulturelle und religiöse Vielfalt sichtbar, indem wir mehrsprachige, bzw. Bilderbücher anderer Kulturkreise lesen, Projekte mit Hilfe der Eltern durch führen, bei denen wir andere Rituale, Kleidungs- und Essgewohnheiten als die des christlichen Glaubens und geprägten Kultur kennen lernen. Wir singen und spielen anderssprachige Lieder und Spiele, finden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Glaubensrichtungen heraus und machen die Kinder mit anderen Verhaltensweisen vertraut. In unserer Eingangshalle hängt ein interreligiöser Kalender, der auf religiöse Feste im Jahreslauf hinweist.

Flyer des Familienzentrums

Aufgrund des hohen Anteils von Familien mit russischem Migrationshintergrund ist der aktuelle Flyer und sind Teile der Konzeption auch in russischer Sprache erhältlich.

Interkulturelle Veranstaltungen

Der Ev. Kirchengemeinde Coesfeld gehören viele „russlanddeutsche" Familien an, eine enge Zusammenarbeit zwischen Familienzentrum und Gemeinde macht die Einbindung auch von Familien möglich, die keine Kinder in unserer Einrichtung haben. Diese werden bspw. zu gemeinsamen interkulturellen Koch- und Backaktionen, aber auch vieler anderer Feste (Tag der offenen Tür, Sommerfest, Familiengottesdienste usw.) eingeladen.

Zweisprachige Mitarbeiterin

Die Muttersprache einer Mitarbeiterin ist russisch. Dieses trägt zu einem großen Selbstverständnis und Wertschätzung für Mehrsprachigkeit sowohl unter Kindern als auch Eltern bei. Im Alltag bieten sich in Form von Liedern, Fingerspielen, Reimen u.ä. viele Gelegenheiten, das Interesse an anderen Sprachen zu wecken bzw. Kinder zu ermutigen, ihre Muttersprache (Kenntnisse der Kinder: albanisch, spanisch, arabisch und russisch, englisch und niederländisch zu sprechen. Kinder sowie pädagogische Mitarbeiter lernen hierdurch einzelne Grundbegriffe / Worte / Lieder und entwickeln ein Gefühl für Sprachmelodie und Sprachfreude.

Da insbesondere viele Kinder von Familien mit russischem Migrationshintergrund ohne sprachliche Deutschkenntnisse zu uns in die Einrichtung kommen und auch die Eltern teilweise die Sprache gerade erst lernen, ist die Zweisprachigkeit einer Mitarbeiterin von großer Bedeutung und Wichtigkeit, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen und den Kindern die Eingewöhnung zu erleichtern.