alltagsintegrierte Sprachbildung

"Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist ein Gedanke, den es nicht denken kann." - Wolfgang Maier

Kinder erwerben Sprache ganzheitlich mit allen Sinnen, durch tägliche Erfahrungen im Lebensalltag. Anders als bei Erwachsenen erschließt sich diese Art der Kommunikation bei Kindern in der Regel „ungesteuert", spielerisch und selbstständig.

Wir unterstützen die Kinder unserer Einrichtung auf vielfältige Art und Weise, indem wir den Kindergartenalltag sprachfördernd gestalten. Dieses geschieht in einer Atmosphäre der emotionalen Sicherheit, Akzeptanz jedes Kindes als Persönlichkeit und einer sprachanregenden Raumgestaltung.

Da jedes Kind, wenn es zu uns in die Einrichtung kommt, auf einem anderen Sprachstand in seinem Sprachverhalten und Sprachverständnis steht, ist die Förderung und Unterstützung bei jeden Kind sehr individuell und besonders. Hinzu kommt, dass wir in den letzten Jahren vermehrt Kinder mit einem Migrationshintergrund betreuen, die ihre Muttersprache von fließend, über teilweise, bis gar nicht sprechen können und kein einziges Wort deutsch sprechen und / oder verstehen.

Im Kindergarten erleben die Kinder Sprache als ein Mittel zur Kommunikation, sie treten mit ihrer Umwelt in Kontakt um sich mitzuteilen. Hierdurch vermitteln sie anderen eigene Wünsche und Bedürfnisse und lernen zu reagieren, wenn andere Kinder / Erwachsene durch die Sprache mit ihnen in den Kontakt treten. Sprache ist auch Bewegung. Sprache steuert, lenkt zentriert die eigene aber auch die Aufmerksamkeit eines Gegenübers. Sprache strukturiert das Denken und erklärt Welt und Umwelt.

Die Praxis der Sprachentwicklung und Sprachförderung in unserer Einrichtung setzt sich aus den nachfolgenden Bausteinen zusammen:

  • Imitation / Sprachvorbilder
  • Vertrauensvolle Atmosphäre - Wertschätzung - Zeit und Tempo
  • Motorische Angebote / Bewegung
  • Gesprächskreise / Erzählrunden
  • Musikalische Angebote / Rhythmik
  • Regel- und Rollenspiele
  • Feinmotorische Angebote - Mundmotorik und Konzentration
  • Bilderbuchbetrachtungen, Reime, Fantasie- und Entspannungsgeschichten
  • Sprachstandserhebungen/ Screenings und den daraus resultierenden Förderkleingruppen
  • Enge Zusammenarbeit mit Eltern, vor allem bei Familien, mit anderer Muttersprache als Deutsch
  • Fortbildung der Mitarbeiter